Holzpellets

Hier haben wir paar Fragen zum Thema Holzpellets zusammengestellt:

Was sind Holzpellets?

Holzpellets werden aus getrockneten, naturbelassenen Sägenebenprodukten (darunter Sägemehl, Hobelspäne, Hackschnitzel) mit einem Durchmesser von 6 bzw. 8 mm und einer Länge von 3,15 - 40 mm hergestellt. Sie werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck gepresst und haben einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg (damit entspricht der Energiegehalt von einem Kilogramm Holzpellets ungefähr dem von einem halben Liter Heizöl).

Wie werden Holzpellets hergestellt?

Die Herstellung von Holzpellets ist kein neuer Prozess. Das Prinzip gibt es in der Futtermittelindustrie schon lange. Es heißt Pelletierung: Stoffe werden im hohen Maß verdichtet. Es kommen dann kleine, aber energiereiche Stücke heraus.

Späne
Der Rohstoff von Holzpellets ist eine Kombination aus Hobel- und Sägespänen. Auch entrindete Hackschnitzel werden verwendet. Um eine Tonne Holzpellets herzustellen werden ca. sechs bis acht Kubikmeter Rohmaterial benötigt.

Wasser
In einem sogenannten Konditioneur bekommen die Späne durch Zugabe von Wasser eine einheitliche Feuchte von 10 bis 15 Prozent. Hier werden auch gegebenenfalls noch Zugaben wie pflanzliche Stärke und / oder Melasse zugeführt (maximaler Stärkegehalt von 2 Prozent).

Im Anschluss kommen die Späne in einen so genannten Reifebehälter, darin werden die Holzspäne mit einem feinen Wasserfilm versehen, der für die erforderliche Geschmeidigkeit beim Pressvorgang sorgen soll.

Per Schnecke zu den Pressen
Jetzt wird der aufbereitete Rohstoff über eine Schnecke zu den Pressen befördert. Spezielle Rollen, Koller genannt, pressen den Rohstoff durch die Bohrungen einer Stahlmatrize. Die Matrize bestimmt den Durchmesser der Holzpellets. Er liegt normalerweise zwischen 6 mm und 8 mm (Industrie-Holzpellets). Ein Abstreifmesser hinter der Matrize schneidet die Holzspanstränge auf die benötigte Länge. Dann müssen sie abkühlen. Dadurch werden die Presslinge stabilisiert und erhalten ihre Endfestigkeit.

Lignin
Die kleinen Presslinge werden komplett durch das holzeigene Bindemittel Lignin (je nach Holz und Harzanteil) zusammengehalten. Dieses sorgt für eine gute Abbindung und anschließend ist auf der Außenseite eine glänzende Oberfläche zu sehen.

Ein nachfolgender Kühler sorgt für die Abkühlung und Aushärtung der Holzpellets.

Von hieraus werden die Holzpellets in ein Silo befördert, wo sie mindesten noch zwei Wochen lagen müssen.

Genauere Informationen finden Sie hier.

Haben Holzpellets eine "Qualität"?

Holzpellets sind Produkte aus naturbelassenen Stoffen (Sägespäne) und schwanken daher in ihrer Qualität. Bei der Herstellung müssen daher immer wieder Qualtitätsüberprüfungen vorgenommen werden und eventuelle Einstellungen an den einzelnen Produktionsabschnitten verändert werden. Neue technische Entwicklungen im Bereich der Qualitätskontrollen geben den Produzenten die Möglichkeit, im Herstellungsprozess schneller zu reagieren.

Seit September 2011 sorgt die EU-Norm europaweit für einheitliche Bestimmungen bei Holzpellets. Die Richtlinie stellt zudem neue Anforderungen an die kleinen Sticks, unter anderem in Bezug auf Länge, Durchmesser, Asche, Wassergehalt und Heizwert. Bisher geltende Werte wurden nicht nur verschärft, sondern durch neue Kriterien ergänzt.

Die EU-Norm teilt sich in drei Klassen: Für den privaten Verbrauch schafft die EN 14961-2 die Qualitätsklassen A1 und A2. Die Klasse A1 weist den geringsten Aschegehalt und die strengsten Werte auf. Mit der Klasse A2 wird dem breiteren Rohstoffspektrum mit einem höheren Aschegehalt bis zu 1,5 % Rechnung getragen. Beide Klassen werden auch innerhalb des Zertifikats ENplus berücksichtigt. Nicht unter ENplus zu finden sind Industriepellets, die als Klasse B bezeichnet werden.

ENplus für störungsfreies und energieeffizientes Heizen
Der wesentliche Unterschied zwischen Norm und Zertifikat besteht darin, dass Normen nicht kontrolliert werden. Es handelt sich dabei um eine allgemein gültige Definition, an die Hersteller sich freiwillig halten. Zertifikatgeber hingegen kontrollieren kontinuierlich die Einhaltung dieser Definition. Holzpellets, die nicht die geltenden Richtwerte erfüllen, sind zwar günstiger in der Anschaffung, schaden aber langfristig Heizung und Umwelt und steigern die Heizkosten.

Holzpellets mit dem Zertifikat ENplus erfüllen die europäische Norm. Darüber hinaus wird nicht nur der Rohstoff, sondern erstmals die gesamte Prozesskette von der Herstellung über Lagerung bis hin zum Transport überwacht. Die Holzpellets im heimischen Lagerraum können zu jeder Zeit über eine eigene Identifikationsnummer bis zum Hersteller zurückverfolgt werden. Einmal im Jahr überprüfen unabhängige Kontrolleure bei Holzpellet-Produzenten Anlagen und Produktionsprozesse. Zusätzlich werden Proben entnommen und auf Einhaltung der Qualitätskriterien hin untersucht. Handelsunternehmen verpflichten sich zur Einhaltung bestimmter Regeln. Bei Qualitätsproblemen werden auch hier Kontrollen durchgeführt.

Quelle <http://www.enplus-pellets.de/verbraucher.php>

Werden für Holzpellets extra Bäume gefällt?

Nein. Holzpellets  werden aus  Säge- und Hobelspänen, einem Nebenprodukt der Sägeindustrie, hergestellt.

 

Seit wann gibt es Holzpellets?

Seit anfang der 90er Jahre?

Warum gelten für Holzpellets 7 % Mehrwertsteuer?


Holzp
ellets sind ein landwirtschaftliches Erzeugnis. Damit gilt der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 %. Das ist volkswirtschaftlich auch sinnvoll. Bei diesem Energieträger bleiben die volle Wertschöpfung und alle Arbeitsplätze in Deutschland. Bei Erdöl bleibt etwa die Hälfte der Wertschöpfung im Ausland.

Wohin mit der Asche der verbranten Holzpellets?

1 kg Holzasche enthält ca. 80 g Kalium und 30 g Phosphor sowie weitere Mineralien. Erfahrene Gartenfreunde wissen daher Holzasche als Dünger zu schätzen. Für die meisten Nutz- und Zierpflanzen kann Holzasche als Dünger verwendet werden. Für den Obst und Gemüsegaren ist ist Holzasche wegen der Schwermetalle nicht geeignet. Wer keinen Garten oder Kompost hat, kann die abgekühlte Asche zum Hausmüll geben.