Kommentar zum NDR-Beitrag „Die Holzlüge“

HolzpelletAchtungEin Filmbeitrag vom NDR mit der Überschrift“ Die Holzlüge“ ließ mich schon beim Lesen der Überschrift erschrecken. Der Beitrag ist 45 Minuten lang und lässt das Nutzen von Holz als Brennstoff ziemlich alt aussehen. Es wäre sicherlich sinnvoller die Menschen daran zu erinnern mit Energieholz effizient umzugehen.

 

WDR Beitrag „Die Holz-Lüge“

oder

ARD Mediathek „Billiger, besser, klimaschonend? Die Holzlüge“

NDR Beitrag „Die Holzlüge“

Ich habe seit 2002 eine Holzpellet-Heizung. Zu diesem Zeitpunkt war der Preis für Holzpellets identisch mit dem Ölpreis in vergleichbarer Menge. Ich habe mich aufgrund des Umweltgedankens der nachwachsenden Rohstoffe für Holzpellets entschieden. Und ich bin sicher, dass es immer noch der richtige Weg ist.

Kamin- und Kaminofenbesitzer verbrennen hauptsächlich Buche, Birke und Esche und leisten sich in der Regel diesen zusätzlichen Ofen als „Luxus“. Holzpellets werden aus Kiefer und Fichte hergestellt. Und das ist Abfallholz aus den Sägewerken unserer Region, das wurde mir von allen mir bekannten Lieferanten versichert. Ob das wirklich stimmt, kann ich als Endverbraucher kaum feststellen. Ich habe mir schon zwei Holzpelletierwerke angesehen. Die LKWs, die den Rohstoff lieferten, hatten deutsche Kennzeichen, die ich auch in unserer Umgebung sehe. Was können wir als Endverbraucher denn noch tun?

In dem Filmbeitrag benötigt der Holzpelletheizer drei Tonnen und der Kaminbesitzer zehn Raummeter (ca. sieben Tonnen). Wer ist da effizienter? Erzeugt der Kaminbesitzer auch warmes Wasser wie der Holzpelletheizer?

Auf Grund der Fragestellung des Beitrags, hätte ich da drei Lösungen:

  • Holzenergie effizienter einsetzen (mit zum Beispiel Unterstützung der Sonne).
  • Helft den Osteuropäern beim Wiederaufforsten der Wälder, da haben wir alle etwas von.
  • Es werden heute schon schnellwachsende Hölzer angebaut und geerntet, daraus können auch Holzpellets hergestellt werden.
    – Auch zu diesem Thema: Energie wächst im Garten

 

In dem Beitrag wurden die Holzexportländer in Skandinavien und in Osteuropa erwähnt. Gezeigt wurde aber nur der Raubbau in Osteuropa.

Hier noch ein paar Zahlen:

  • Holzpelletkessel – Wirkungsgrad von 95%
  • Kaminofen – Wirkungsgrad von 70%
  • Offener Kamin – Wirkungsgrad von 40%.

 

Erdgas und Öl sind irgendwann zu Ende und für mich keine Alternative. Der Filmbeitrag ist gut, nur meiner Meinung nach nicht vollständig.

– Auch zu diesem Thema: Der deutsche Wald wächst

Bitte schreibt uns eure Meinung dazu.

 

Ein Gedanke zu “Kommentar zum NDR-Beitrag „Die Holzlüge“

  1. Hallo liebe Holzpelletfreunde,

    mit welcher stümperhaften Ausbildung werden Journalisten heute eigentlich auf die Allgemeinheit losgelassen?

    Der Fernsehbericht „Die Holzlüge“ im NDR-Fernsehen war eine der leider üblichen, >>schlecht recherchierten und völlig unvollständigen Arbeiten< <, für die man nach meiner Ansicht die alle Journalisten dieser Republik gemeinsam in eine >>technische Schulung< < und in ein >>gesellschaftspolitisches Seminar< < schicken muss. Was der Autor >>zu sagen hatte< < war: "Ich habe den begründeten Verdacht, dass in Osteuropa die Forstwirtschaft nicht 100 %ig im Sinne des Waldes funktioniert." Was der Autor >>GESAGT HAT< < war: "Menschen in Deutschland, die sich (ganz oder teilweise) für das Heizen mit Holz entschieden haben, sind Umweltzerstörer und ruinieren den Wald in Osteuropa." Führen Sie sich Folgendes vor Augen: Die Ölpreise sind seit Anfang der 70er Jahre von 3 Pfennig auf knapp 1 Euro pro Liter gestiegen. Die einfache Folge ist, dass sich die Verbraucher nach Alternativen umgucken. So hat sich in den vergangenen 20 Jahren auch die Nachfrage nach Holz gesteigert. Ist jemand verwundert? Holz ist inzwischen sowohl für hocheffektive Pelletkessel (Jahres-Nutzungsgrad bis 85 %) sehr interessant, als auch für einen breiten Markt an Scheit-Holzkesseln, die zu einem großen Teil aus billigen, in-effektiven Kaminen oder Kaminöfen aus dem Baumarkt bestehen. Der Nutzungsgrad solcher Anlagen liegt zum Großteil nur 30 bis 50 %, deren Feinstaubemissionen sind größer und sie werden wegen neuer Gesetze daher zu Recht in den kommenden Jahren vom Schornsteinfeger still gelegt. Und trotzdem: Das Heizen mit Holz, >>besonders mit Holzpellets<<, hat alle Vorteile, aus denen die Kunden diese Geräte gekauft haben, nämlich den günstigen Preis, die Gemütlichkeit und den Klimaschutz. Holz ist ein Brennstoff ohne Tanker-Unglücke, ohne Putin-Gas-Pipeline-Sperren und ist eine heimische Energie. Es schließt sich der Kreis zum Fernsehbericht: HEIMISCHE Energie? Ein deutliches JA!! Auch der o.g. Bericht hat bestätigt, dass der Großteil der in Deutschland verbrannten Holzenergie auch aus Deutschland stammt. Und dann kommt noch was aus Polen, Lettland, Tschechien oder Bulgarien dazu. Na und? Wen wundert es denn, wenn bei (im europäischen Vergleich) hohen Energiepreisen in Deutschland andere Länder um uns herum die Chance ergreifen, uns gerne den alternativen Brennstoffen Holz zu liefern? Gerade für osteuropäische Unternehmen mit den dort günstigen Stundenlöhnen ist es mit Sicherheit sehr interessant, uns ofen-fertiges Holz zur Verfügung zu stellen. Das ist normaler Kapitalismus. Was können wir tun? Bleiben wir politisch und gesellschaftlich aktiv und unterstützen wir weiterhin Parteien und NGOs, die sich für den nationalen und internationalen Naturschutz einsetzen und sich um gute Forstwirtschaft kümmern. Damit kann aus dem Kapitalismus auch in Osteuropa eine soziale und grüne Marktwirtschaft werden. Und denken wir doch einfach weiter: Die hohen Energiepreise werden in den kommenden Jahrzehnten auch in anderen Europäischen Ländern und auch weltweit große Umbrüche hervorrufen. Viele Länder können schon heute von Deutschland lernen. Forstwirtschaft und Holzheizung gehört die Zukunft der Wärmeversorgung, hier wie dort. Hier und heute das Holzheizen zu verdammen, ist keine Lösung. Holzheizer habe sich aus guten Gründen für Ihre Kessel entschieden. Die zunehmenden Klimaextreme der letzten Jahre betätigen immer mehr: Wer weiter mit Öl und Gas heizt, muss sich Gedanken um die Verantwortung vor seinen Enkeln machen. Nicht derjenige, der mal eine Holzlieferung aus Rumänien oder Bulgarien in Händen hält. Dort muss es Reformen und Anti-Korruptionskampagnen geben, keine Frage - und das, und nur das ist die berechtigte Aussage des Berichts. Eine Holzlüge gibt es nicht und jeder der viele tausend Euro in seine neue Pelletheizung gesteckt hat, hat das Richtige getan. Liebe Grüße Euer Bodo Staab

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